Donnerstag, 6. Dezember 2018

sans phrase - Israel - AfD

Offenbar hält es die SANS PHRASE für nötig, ihr Profil als Zeitschrift für akademische und zugleich aufrecht antideutsche Ideologiekritik zu schärfen. Geschehen soll dies anhand der Israel-AfD-Frage und in Abgrenzung, wie es aussieht, von einem Pappkameraden.

In der Vorankündigung eines „imaginären Gesprächs (mit realen Fußnoten)“ von Gerhard Scheit im aktuellen Heft 13 heißt es:

„Die Identifikation mit der AfD oder der FPÖ, deren Aufstieg mit der Flüchtlingskrise der letzten Jahre erfolgte, kann solchermaßen keine Gegenidentifikation in der beschriebenen Bedeutung sein, insofern sich die rechtspopulistische Propaganda nicht nur gegen den Weltmarkt richtet, sondern zugleich gegen die hegemoniale Macht der USA; im besten Fall ist diese ihr gleichgültig wie jede außenpolitische Frage. (Darum ist es so unbeschreiblich dumm und grob fahrlässig, die AfD als die einzige konsequent israelsolidarische Partei zu bezeichnen; Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn eine solche Partei im Bundestag säße.)“ [Vorschau Heft 13]

Man darf gespannt sein, ob Ross und Reiter in der Vollversion des Textes noch benannt werden, oder ob der Adressat der Vorwürfe – wie so häufig – im Unbestimmten, Nebulösen bleibt, auf dass der wohlgesonnene Leser entscheide, wem nun nachzusagen wäre, „unbeschreiblich dumm und grob fahrlässig“ zu handeln.

An mir scheint jedenfalls komplett vorbeigegangen zu sein, dass irgendwer an halbwegs prominenter Stelle eine „Identifikation mit der AfD oder der FPÖ“ als „Gegenidentifikation“ (im Sinne Dahlmanns?) gefordert und/oder die AfD als „die einzige konsequent israelsolidarische Partei“ bezeichnet hätte. Insofern ist es der Marketing-Abteilung der Sans Phrase diesmal gelungen, Neugier (zumindest meine) zu wecken – und das ist ja schon mal was…