Thomas Mauls Produktion von Kunst, Kitsch und Kritik ist ganz auf die von Lohnarbeit freie Zeit beschränkt. Wohl um dies zu kompensieren, „gibt der kritische Hedonist auf seiner Berliner Kleinkunstbühne den Aristokraten, der zufällig und unverdient vom Erbe lebt und den fleißigen Bürger verachtet, der zwar zu Reichtum gelangt, aber zum Genuss nicht findet.“ (sans phrase, 3-2013) 
   „Nicht ohne Charme!“ (Neues Deutschland, 2011), meint das Feuilleton indes, „leben“ Mauls Inszenierungen – ob Kurzfilme, Revuen, Kammerspiele – von „sprachlich geschliffenen und gut dargebrachten Dialogen“ (Neues Deutschland, 2008). 
   „Versteht es“ der Regisseur „durchaus, eine gute Geschichte zu erzählen“ (Berliner Morgenpost, 2008), ist der Dramatiker hingegen „radikaler als Beckett“ (XS-Verlag, 2014) findet zumindest Bernd Volkert und der muss es als Gelegenheitsautor und Mitbetreiber einer „Bar der Woche“ (Die Welt, 2013) in Profession schließlich wissen. 
   Damit nicht genug publiziert Maul bei Ça ira und XS politische und philosophische Bücher, die sich dem Geist Kritischer Theorie verschrieben haben, d.h. für „einen ästhetisierenden Individualismus, der sich auf Nietzsche beruft und auf der Grundlage einer »Avantgardetheorie« zur Kritik subalterner »Sklavenmoral« ansetzt.“ (Jungle World, 2007) In diesem Sinne ist er seit 2006 als Artikel-Lieferant, seit 2012 auch als Redakteur für die Bahamas tätig – ein Periodikum, welches über die Jahre hinweg nicht nur die internationale und nationale Presse jubilieren lässt: 

„The magazine Bahamas is the leading publication of the hardcore pro-Israel, Anti-German communist movement.“ (Haaretz, 2007) – „Leitorgan der härtesten Anti-Deutschen-Fraktion“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2007) – „The movement's house journal“ (The Guardian, 2006) – „Zentralorgan der Antideutschen“ (Bundeszentrale für politische Bildung, 2008; taz, 2009; starke-meinungen.de, 2012; Jüdische Allgemeine, 2014) – „has set up pro-Israel rallies and conferences over the years, and is considered to express a form of unconditional solidarity with Israel.“ (The Jerusalem Post, 2012) 

Thomas Mauls bloggende Kritiker haben daher Recht: „Vielleicht sollte der Mann weniger Rotwein trinken und lieber wieder an seinen billigen Amateur-Pornos schnippeln…“ (Georg rhizom Klauda, 2011) – oder: „Hans-Georg Backhaus statt Thomas Maul!“ (negative potential, 2008)