Donnerstag, 6. Dezember 2018

sans phrase - Israel - AfD

Offenbar hält es die SANS PHRASE für nötig, ihr Profil als Zeitschrift für akademische und zugleich aufrecht antideutsche Ideologiekritik zu schärfen. Geschehen soll dies anhand der Israel-AfD-Frage und in Abgrenzung, wie es aussieht, von einem Pappkameraden.

In der Vorankündigung eines „imaginären Gesprächs (mit realen Fußnoten)“ von Gerhard Scheit im aktuellen Heft 13 heißt es:

„Die Identifikation mit der AfD oder der FPÖ, deren Aufstieg mit der Flüchtlingskrise der letzten Jahre erfolgte, kann solchermaßen keine Gegenidentifikation in der beschriebenen Bedeutung sein, insofern sich die rechtspopulistische Propaganda nicht nur gegen den Weltmarkt richtet, sondern zugleich gegen die hegemoniale Macht der USA; im besten Fall ist diese ihr gleichgültig wie jede außenpolitische Frage. (Darum ist es so unbeschreiblich dumm und grob fahrlässig, die AfD als die einzige konsequent israelsolidarische Partei zu bezeichnen; Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn eine solche Partei im Bundestag säße.)“ [Vorschau Heft 13]

Donnerstag, 29. November 2018

Nach Chemnitz. Wie das Kanzleramt den Aufstand gegen die eigenen Staatsorgane probte und niemand es bemerken wollte

Auszüge aus dem gleichnamigen Bahamas-Artikel der Nr. 80 (2018): [...] Seibert und Merkel wählten aber einen anderen Weg. Und weil es später (im September) unisono immer wieder hieß, dass führende Vertreter der Staatsapparate es in einem Akt der Illoyalität und Majestätsbeleidigung gewagt hätten, mit der Leugnung einer Hetzjagd auf Migranten am 26. August der Kanzlerin zu widersprechen, verdient betont zu werden, dass es Kanzleramt und Kanzlerin im Einklang mit den Medien waren, die den bis dato vorliegenden Berichten der eigenen Behörden (zunächst der Chemnitzer Polizei) explizit widersprachen und künftigen Ermittlungsergebnissen vorgriffen. Als aus „Rangeleien“ „rassistische Übergriffe“ und „Hetzjagden“, aus ein paar Tätern „Mobs“, aus nicht verhinderten Gewalttaten erst „Ausschreitungen“, dann ein „Pogrom“, aus der „Überforderung“ der Polizei eine Preisgabe des Gewaltmonopols wurden, formulierten Seibert und Merkel nicht nur keinen Einwand, sondern bedienten diesen Mythos.

Montag, 19. November 2018

Apropos "Juden in der AfD"

>>Dimitri Schulz hat man auch deswegen pathologisiert, um sich mit dem, was er zu sagen hat, nicht auseinandersetzen zu müssen. Was durchaus nachvollziehbar ist, denn seiner Aussage: „Die AfD ist die einzige Partei der Bundesrepublik, die muslimischen Judenhass thematisiert, ohne diesen zu verharmlosen“ hat man schlichtweg nichts entgegenzusetzen. (17) Tatsächlich ist es die AfD, die Islamkritik überhaupt erst ins Parlament gebracht hat, während in der medialen Öffentlichkeit jedes Argument gegen den Islam als Fremdenhass und Abendlandwahn mit heiligem Eifer befehdet wird. (18) Das diskursive Elend ändert nur nichts an der Tatsache, dass Moslems mittlerweile von immer mehr Juden als größere Bedrohung angesehen werden denn autochthone Rechtsradikale. Auch wenn es für einen Musterdeutschen unvorstellbar ist: Für manche Juden scheinen die Vogelschiss-Reden von Gauland im Vergleich mit der islamischen Bedrohung nichts als – um im Sprachbild zu bleiben − Pipifax zu sein.>> (David Schneider: "Kein Recht auf extreme Meinungen. Zur Kampagne gegen zwei Dutzend Juden in der AfD")

Freitag, 16. November 2018

Linke Reichsbürger gegen Gauland


Zurzeit nerven der linke Reichsbürger Lothar Galow-Bergemann und Geistesverwandte die israelsolidarische Gemeinde mit 17 Jahre alten Gauland-Zitaten, die nicht mehr belegen, als dass Gauland als damaliges CDU-Mitglied auch mal geredet hat wie ein linker Antizionist.

Ausgerechnet das soll die Israelsolidarität weiterhin gegen die AfD mobilisieren, während der Islamfaschismus auf dem Vormarsch ist, und mit ihm sein parlamentarischer Arm: die Grünen - die für das bürgerliche Zusammenleben nicht nur deshalb gefährlicher sind als die AfD, weil sie islamischen Antisemitismus, Frauen- und Schwulenhass schönreden, sondern auch in Sachen „Klima-Rettung“, „Energiewende“, Gender-Wahn, „Migration“ etc. pp. eine penetrante und darin erfolgreiche Irrationalisierung der Politik betreiben.

Donnerstag, 8. November 2018

Scheitert der Strafprozess gegen Harvey Weinstein?

Täter und "Weinstein-Opfer" Kate Beckinsale nach der Tat
Bei der Kritik am frauenfeindlichen Charakter der historischen Hexenprozesse wird inzwischen gerne unterschlagen, dass rachsüchtige und psychisch gestörte Frauen nicht selten ihre treibende Kraft waren. Die bürgerlichen Errungenschaften, dass der Angeklagte Rechte hat, und auch darum die Glaubwürdigkeit von Opfern und Zeugen zu überprüfen ist, werden im Falle der Verhandlung mutmaßlicher Sexualverbrechen von Zivilisationsfeinden als Täterschutz und Beleg einer rape culture diffamiert, während es umgekehrt gerade im objektiven Interesse tatsächlicher Opfer liegt, dass erwiesene Falschbezichtigungen nicht als Kavaliersdelikt behandelt werden.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Farrows "Weinstein-Opfer"

Ronan Farrow, der für seinen Beitrag zum Weinstein-Skandal im New Yorker den Pulitzer Prize for Public Service erhielt, hatte ich in BAHAMAS Nr. 78 vorgeworfen, „seine zweifellos leidenden Interviewpartnerinnen“ – „im Vertrauen auf den Neopuritanismus“ – „empathielos ins offene Messer […] laufen [zu] lassen […]. Echtes Mitgefühl hätte ihn davon abhalten müssen, der Öffentlichkeit als Beschuldigungen sexuellen Missbrauchs zu präsentieren, was Prostitutionsbeichten sind.“

Donnerstag, 13. September 2018

Vorerst* letzte Worte zu Chemnitz

Die Realitätsabwehr der Staatsantifa, ihrer Massenmedien und linksradikalen wie antideutschen Fußsoldaten besteht nicht nur darin, Kritiker der von ihnen betriebenen und geradezu gelebten Desinformationskampagne, die in Chemnitz mitgezündelt hat, als rechthaberische Semantiker abzutun, die Rassismus bagatellisieren –

Weil sie zugeben müssen, auch nach zwei Wochen über kein hinreichend belastbares Material zu verfügen, versuchen sie sich selbst und allen anderen einzureden, dass die zahlreichen Angriffe von Rechtsradikalen auf INLÄNDER (!) - Polizisten, Linksradikale, Journalisten, Sozialdemokraten und ein jüdisches Restaurant – in den TAGEN (!) AB (!) dem 27. August (!) eine Menschenjagd auf AUSLÄNDER (!) am 26. August (!) irgendwie belegen könnten.

Samstag, 8. September 2018

"Das Abschlachten geht weiter" – von Chemnitz nach Hamburg


„‘Das Abschlachten geht weiter‘ – wer so den Tod des in Chemnitz erstochenen Mannes kommentiert, wie es die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel tat, der hat weder Trauer noch Rechtsstaat im Sinn, sondern ergötzt sich an den Szenen, die er heraufbeschwört.“ (FAZ, 29.08.2018)

Ergötzen, das tun sich vor allem die Merkel-Deutschen: an erfundenen Menschenjagden und Pogromen, wie überhaupt am Chemnitzer Nazi-Popanz, gegen den man Feste feiert, nachdem Vertreter der islamischen Herrenrasse wiedereinmal zugestochen haben, woran man in der sächsischen Provinz einfach noch nicht so gewöhnt ist wie in den Metropolen, wo es längst zum quasi akzeptierten Alltag gehört bzw. gehören soll.

Donnerstag, 30. August 2018

Chemnitz – oder die Lieblingsfeinde der Rechtspopulisten (II)


Der angemessene Titel eines Artikels zu den vom ostdeutschen Pack in Chemnitz veranstalteten Pogromnächten, die Gewaltmonopol und Rechtsstaatlichkeit substanziell herausgefordert haben sollen, würde lauten: „Hase, Du bleibst hier“. Untertitel: Das Linkskartell im Wahlkampf für die AfD, Folge 27.

Dienstag, 21. August 2018

Der gute Harvey Weinstein – Apologie des unmoralischen Angebots

Da – wie man hört – vom Computerspielen gelangweilte Hausfrauen angefeuert von voyeuristischen Incels in den sozialen Medien aktuell wieder verstärkt ihre Fantasien über Müllmänner ausbreiten und sich das MeToo-Karussell derart weiterdreht, dass nun auch das Pseudo-„Weinstein-Opfer“ Asia Argento bezichtigt wird, einen Knaben sexuell missbraucht zu haben, sei nochmal an den zutiefst reaktionären Charakter der Weinstein-Kampagne erinnert.*

Nie ging es in der die MeToo-Bewegung auslösenden Weinstein-Affäre um irgendetwas anderes als den antifeministischen, patriarchal-puritanischen Rollback, der Prostitution derart den moralischen Prozess zu machen, dass die Prosituierte, der das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung als Ausdruck bürgerlicher Subjektivität damit verweigert wird, als unschuldiges, reines, heiliges „Opfer“ dasteht und der Freier des einvernehmlichen Verhältnisses als die Unschuld überwältigendes „Sexmonster“.

Dass der jüdische Name „Weinstein“ zwischen Oktober 2017 und Februar 2018 dabei weltweit zur Chiffre für den sexuellen Missbrauch von Frauen durch mächtige Männer avancierte und so zur Jagd auf „die Weinsteins“ geblasen wurde, darin hatte die Kampagne gegen den Filmproduzenten überdies durchgehend ihr antisemitisches Geschmäckle.

Mittwoch, 1. August 2018

Der Westen liegt im Abendland

Abendland-Apologie mit Trigger-Potential
Wenn die laut der po­li­ti­schen Klas­se aus der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ori­en­ta­li­sie­rung des Abend­lan­des zu zie­hen­de Lehre darin be­ste­hen soll, ihre Wie­der­ho­lung im Zei­chen des Islam zu för­dern, dann ist es höchs­te Zeit, den Kreuz­zug zu füh­ren, der 1933 ver­säumt wurde.


Über die Grenzen von Religionsfreiheit und Religionskritik


Schon Speng­lers Be­schwö­rungs­for­mel vom „Un­ter­gang des Abend­lan­des“ war zwei­deu­tig: War­nung vor De­ka­denz und kaum ver­hoh­le­ner Wunsch, dass es mit der jü­disch-christ­li­chen Zi­vi­li­sa­ti­on end­gül­tig ein Ende haben möge. Wo heute die Sprach­roh­re der Zi­vil­ge­sell­schaft „Re­li­gi­ons­frei­heit“ ins Feld füh­ren, um aus­ge­rech­net den Islam zu ho­fie­ren – die ein­zi­ge „Re­li­gi­on“ also, die jene Ver­in­ner­li­chung und Pri­va­ti­sie­rung des Glau­bens, die aus dem Be­kennt­nis eine Kon­fes­si­on macht, bis heute nicht nur nicht zu leis­ten ver­mag, son­dern ag­gres­siv ver­wei­gert –, herrscht er­neut Un­ter­gangs­be­sof­fen­heit Speng­ler’scher Art – schlecht ka­schiert mit der Be­haup­tung, ein bür­ger­li­ches Grund­recht zu ver­tei­di­gen, weil ge­ra­de die­ses ja dem Islam dazu dient, seine Ge­gen­ge­sell­schaft rechts­kon­form zu eta­blie­ren.

Freitag, 27. Juli 2018

David Schneider: Weil die Emanzipation der Frau gegen ichschwache Heulsusen verteidigt gehört

Aus dem feministischen Flügel des antideutschen Patientenkollektivs kommen seit Erscheinen des MeToo-Textes vom März 2018 (Schneider/Maul, Bahamas 78) anhaltend die Vorwürfe, wir hätten – vom Szeneslang frei ins Deutsche übersetzt − ein Problem mit Frauen, Angst vor weiblicher Souveränität und verspürten die versteckte, aber nichtsdestotrotz drängende Lust, die Kritisierten zum Schweigen zu bringen, weil wir, so etwa publizierte eine besonders hart Getroffene tatsächlich und im Ernst ihre feuchten Träume, einzig an Blowjobs von ihnen Interesse hätten. Wir seien, zusammengefasst: zynisch, frauenfeindlich und sexualisiert bis zum Anschlag, also mental kurz vor Elsässer, und in der Praxis auf dem Weg, der nächstbesten antideutschen Blowjobkünstlerin ungefragt an den Arsch zu langen, weshalb es sich für Frauen, Feministinnen und Männer, die ihre Privilegienkritik ernstnehmen, verböte, weiterhin mit uns Bier zu trinken - als könnten solch verzweifelten Appelle unter zurechnungsfähigen Erwachsenen verfangen, wo jeder weiß, dass es die Emanzipation der Frau als Voraussetzung einer Versöhnung des Geschlechterverhältnisses untergräbt, wenn man ostentativ zur Schau gestellte Geistlosigkeit und schlechte Manieren als feministische Theorie und Praxis ausgibt.

Samstag, 14. Juli 2018

Susanna F. und der faschistische Antifaschismus der deutschen Empörungsindustrie

"Seit die AfD im Bundestag sitzt, erinnert der parlamentarische Alltag dort tatsächlich in mancher Hinsicht an den Reichstag in der Zeit vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten. Nur dass die Rolle der NSDAP als krakeelender, höhnender und lümmelnder Mob nicht von den Rechtspopulisten, sondern von Abgeordneten der anderen, sich demokratisch nennenden Parteien gespielt wird."

So beginnt der Artikel "Sie sind Helden" von Sabine Schulzendorf in der aktuellen Bahamas (Nr. 79), die Abonnenten im Laufe der kommenden Woche zugestellt sein wird. Geht es in dem Text vorrangig um die pseudofeministisch-antirassistische Instrumentalisierung und "Verhöhnung des jüdischen Opfers eines moslemischen Mörders" - im zweiten Teil um die fragwürdigen Motive der Heldenverehrung eines fassadenkletternden Flüchtlings in Frankreich -, kommt eher am Rande anlässlich der "antifaschistischen" Störung und Verhinderung einer von der AfD für Susanna F. eingeforderten Schweigeminute eben generell zur Sprache, wie sich "die Anständigen" gegen Vertreter der AfD aufführen.

Montag, 9. Juli 2018

Lesben und MeToo (2): Lob der Inkonsequenz Judith Butlers


Judith Butler (links) und Avital Ronell

Dass der #MeToo-Wahn irgendwann auf seine Urheber und selbstgerechten Propagandisten zurückschlagen würde, war von Beginn an klar und ist eben banal, weil es in der Logik der Sache liegt, die viel zu bitter ist, als dass Schadenfreude angesagt wäre. Die Inkonsequenz einer Judith Butler zu registrieren, die keinen männlich-heterosexuellen Professoren verteidigt hätte, also sowohl die Unschuldsvermutung für der geschlechtlichen Diskriminierung angeprangerte Menschen als auch die Frage der Glaubwürdigkeit bezichtigender selbsterklärter zunächst mutmaßlicher Opfer erst in dem Moment entdeckt, da es einer der ihren an den Kragen gehen soll, ist das eine.

Donnerstag, 28. Juni 2018

Die Lieblingsfeinde der Rechtspopulisten


Neuerdings gelten oder inszenieren sich Leute als ernstzunehmende Kontrahenten eines politischen Schlagabtauschs, die sich schon beim Anziehen der Boxhandschuhe sämtliche Finger brechen und daher entweder kleinlaut aus dem Ring kriechen, bevor es überhaupt angefangen hat, oder aus Frust über die eigene Unzulänglichkeit wild um sich treten und dabei darauf vertrauen, dass zumindest die eigenen Fans den Regelverstoß nicht bemerken oder gar gutheißen, während die Unparteiischen darüber nur noch verwundert den Kopf schütteln können.

Freitag, 22. Juni 2018

Sophia L. oder: politisch korrektes Victim Blaming

Der Zustand einer Gesellschaft, in der verdammungswürdiger Rassismus den Angehörigen und Freunden eines Opfers als Ausrede dient, das Opfer für eine Kampagne zu instrumentalisieren, der es gegen jede Realität um die Aufrechterhaltung und Verbreitung antirassistischer Lebenslügen geht, wird die Kritik wohl noch eine Weile beschäftigen.

„Was auch immer mit Sophia passiert ist, es ist definitiv nicht das Resultat zwischen der anscheinenden Andersartigkeit von Kulturen.“

Montag, 11. Juni 2018

Zur Kritik des islamischen Antisemitismus und seiner Bagatellisierung

 "Mit dem Staat Israel jedenfalls haben die Juden ihre Sicherheit unabhängig gemacht vom guten oder schlechten Willen anderer, die Konsequenz daraus gezogen, dass die Judenvernichtung die ewige Krisenlösungsmöglichkeit kapitalistischer Vergesellschaftung sein wird. Darum werden die Juden ihren Staat und seine Grenzen auch dann schützen, wenn das deshalb als politisch »rechts« gilt, weil Linke den Staat, die Grenzen, die Nation und den Nationalismus nicht mögen. Angesicht der internationalen antisemitischen Israelfeindschaft von braun, rot oder öko- wie islam-grüner Seite und des Appeasements von Feiglingen oder Gutmenschen ist es zu begrüßen, dass Israel im Besitz von Atombomben ist. Denn damit ist zumindest theoretisch ausgeschlossen, dass die Welt einem zweiten Holocaust zusehen könnte, ohne dabei und davon selbst in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Ja, in diesem Sinne hängt die Idee der Menschheit am israelischen Besitz der Atombombe."

Dienstag, 15. Mai 2018

Der Heilige Arsch von Charlotte Kohlhaas Roche


ZEIT.DE | Charlotte Roche: "Ich fühle mich schuldig."
„Und jeder, der das verharmlost, soll sich mal fragen, wie er das fände, wenn ein fremder Mann seiner Frau oder Tochter eine Hand auf den Po legt.“

Niemand würde das gutheißen, ein jeder würde wohl SOFORT einschreiten und dies ungebührliche Verhalten zu unterbinden suchen. Ist man lediglich selbst betroffen, mag es wie im Fall Roche nachvollziehbare Gründe geben, im Sinne situationsbedingter Harmoniesucht drüber wegzugehen. (Man wollte trotzdem noch einen schönen Abend haben und keinen Eklat verursachen.) Vor #MeToo galt es jedoch nicht als verhältnismäßig, 5 Jahre später zu versuchen, Ruf und Karriere des „Täters“ unter Umgehung jeden Rechts und im Bündnis mit einer Hetzpresse für ein unbewiesenes Bagatellvergehen empfindlich zu schädigen. Dazu muss man den eigenen Arsch für ein Heiligtum halten, dessen Entweihung jede Reaktion rechtfertigt, und in einer Zeit leben, da die postbürgerliche Gesellschaft die Wiedergänger des historischen Kohlhase feiert, statt juristisch in die Schranken zu weisen.

Jeder, der das Verhalten von Charlotte Roche und Schwestern verharmlost, derweil sie auf die Anklagebank gehören, ist Teil der allgemeinen barbarischen Regression.

Mittwoch, 9. Mai 2018

AfD als einzige Stimme der Restvernunft im Bundestag

Immer wieder erscheint die AFD objektiv als EINZIGE Stimme der Restvernunft im Deutschen Bundestag, zuweilen gar als parlamentarischer Arm materialistischer Ideologiekritik, wofür die inzwischen einigermaßen bekannte Rede Gaulands zur Gründung Israels ja nur ein Beispiel von vielen ist. Wem das missfällt, wer die Wahrhaftigkeit der „Rechtspopulisten“ bezweifelt und von bloß "erfolgreichen Selbstinszenierungen" ausgeht, der müsste wenigstens die zur Schau gestellte Unvernunft des herrschenden Linkskartells als Bedingung der Möglichkeit dieses Erfolges anprangern, statt mit Dämonisierung der AFD dem allgemeinen Wahn weiter zuzuarbeiten. Dass den Hysteriker schon simpelste Einsichten überfordern, ist allerdings auch nichts Neues…

Donnerstag, 19. April 2018

70 Jahre Israel - Vortragsankündigung - Islamischer Antisemitismus

Eine vernünftige Kritik des islamischen Antisemitismus hat mit ihrem Gegenstand nicht nur zur Sprache zu bringen, was in der westeuropäischen Öffentlichkeit allzu gern verschwiegen oder relativiert wird: dass die Gefahr für Leib und Leben von als Juden erkennbaren Juden gegenwärtig vor allem von bekennenden Moslems ausgeht, sondern zugleich deutlich zu machen, dass zu den jüdischen Opfern besser die Klappe hält, wer die anderen (autochthone wie migrantische Frauen, Homosexuelle, Christen) im Namen von Antirassismus und Religionsfreiheit unter den Teppich kehrt.

Montag, 16. April 2018

Der Westen liegt im Abendland - Vortragsankündigung

Weil er in christdemokratischen Kreisen der frühen Bundesrepublik als Chiffre für die klammheimliche Eskamotierung jüdischer Tradition aus der westlichen Ideen- und Institutionengeschichte fungierte, gilt der Begriff des Abendlandes heutzutage als Synonym für christliches Dominanzgebaren. Indessen war schon Spenglers Beschwörungsformel vom Untergang des Abendlandes zweideutig: Warnung vor Dekadenz und kaum verhohlener Wunsch, dass es mit der jüdisch-christlichen Zivilisation endgültig ein Ende haben möge. Wo heute die Sprachrohre der Zivilgesellschaft qua Verteidigung von „Religionsfreiheit“ ausgerechnet den Islam hofieren – die einzige „Religion“ also, die jene Verinnerlichung und Privatisierung des Glaubens, die aus dem Bekenntnis eine Konfession macht, bis heute nicht nur nicht zu leisten vermag, sondern aggressiv verweigert –, wird unter dem Deckmantel der Verteidigung einer bürgerlichen Ordnung, die der Islam vernichten will, Spenglers Untergangsbesoffenheit erneut eingeübt.

Sonntag, 25. März 2018

Ein Safe Space für Bockenheim (TiP)

Das Referat für politische Bildung im AStA der Universität Frankfurt hat der Gruppe Thunder in Paradise (TiP) das unmoralische Angebot unterbreitet, sich an einem würdelosen Kasperletheater zur Befriedung jenes Frankfurter Milieus zu beteiligen, das sich selbst als irgendwie antideutsch, israelsolidarisch und ideologiekritisch versteht und von Hochschulgruppen-Bürokraten über die Jungle World-Gemeinde bis hin zu Titanic- und PARTEI-Spaßvögeln reicht.

Dienstag, 20. März 2018

Lesben, Gomringer und #MeToo

Während #MeToo achselzuckend über Leichen geht - der ganz in der Logik der Kampagne liegende Selbstmord Jill Messicks vom 7. Februar ist bis heute weder mehr als ein paar Zeilen Wert noch Anlass zum Innehalten -, meint man bei der "Zeit", die nicht enden wollende "Debatte" noch um eine Perspektive bereichern zu müssen, die bisher viel zu kurz gekommen sei: die LESBISCHE - am besten in Form von Literaturkritik: "Aus lesbischer Sicht sind daher auch Gedichte wie Eugen Gomringers heiß umkämpftes 'avenidas' zwar nicht unbedingt sexistisch, aber irgendwie verzichtbar."

Freitag, 16. März 2018

Harvey Weinstein oder: Bathrobe phobia in Hollywood

Und von der psychisch gestörten Lügnerin Rose McGowan ist samt der von ihr als „Prophetin“ (SZ) bzw. „Jeanne d'Arc der #MeToo-Bewegung“ (FAZ) kommandierten Internet-Mob-„Army“ (rosearmy.com) in Folgendem noch gar nicht die Rede:

„Bei aller Wut soll es dem in der Regel auf Granit beißenden Weinstein allerdings hin und wieder doch gelungen sein, seinen Gegenspielerinnen die ihm verweigerte Gegenleistung abzuringen, wenn er sie auch austricksen musste, um einzustreichen, was er verdient zu haben meinte: eine Geste der Erkenntlichkeit. Und diese kleinen Siege sind es, die ihm die durch ihn groß gewordenen „Opfer“ auch lange Zeit danach nicht gönnen, ja nicht verzeihen können. Erst geizig bis ins Mark, dann kleinlich nachtragend, wie es sich für die feministisch camouflierte Menschenfeindlichkeit gefühlloser Heulsusen gehört, die jede Kritik, die sie als Subjekte anspricht, als Victim Blaming von sich weisen, haben sie die Gelegenheit ergriffen, zu stoßen, was fällt, um anschließend von Opferschützern befeuert mit dem Nachtreten nicht mehr aufzuhören.“

(aus: Thomas Maul, Verdrängung der Prostitution. Wie aus dem „Fall Weinstein“ ein Schauprozess für Puritaner wurde, in Bahamas 78/2018, S. 37)

Dienstag, 13. März 2018

Neues von der größten Feministin aller Zeiten

Immerhin die Frage, was sich Frankfurter Rotzgören und Frauenflüsterer eigentlich unter dem "Versuch", "den Drahtseilakt zwischen Punkrock und Ideologiekritik" zu "meistern", vorstellen, ist beantwortet: So etwas wie das Busenattentat auf Adorno.

Am 10. März um 2:09 Uhr schreibt Veronika Ich-fühle-mich-schmutzig-wenn-ich-kritisiert werde-und-muss-meiner-Therapeutin-ständig-die-Welt-erklären Kracher auf Facebook:

>Ich habe mir ja heute den Oberschenkel tätowieren lassen. Den KOMPLETTEN VORDEREN TEIL. Zwar mag er Dank irgendeines Wundermittelchens meines Tätowierers nicht mehr bluten, trotzdem tut das ganze trotzdem schweineweh. So weh, dass ich nicht richtig laufen kann, es ist mehr so ein geriatrisches ein Humpeln. Anscheinend humpel ich so beeindruckend, dass man mich für eine Kriegsinvalidin hält (der derangierte Gesichtsausdruck von dem Stress, drei Stunden lang mit einer Nadel traktiert worden zu sein, mag sein übriges dazu getan haben). Zumindest hielt mich der ältere Herr, der mir vorhin im Bus mit der Frage: "Wo haben Sie denn gedient, junge Frau?" seinen Sitzplatz anbot, für eine. Auf meine stolze Antwort "jeden Tag und überall im Kampf gegen den patriarchalen Kapitalismus, guter Mann!" sah er mich jedoch entsetzt an und hat sich wieder hingesetzt.<

Statt sich vom Entsetzen der Außenwelt irritieren zu lassen, wird weiter auf den eigenen Defekt gepocht. Nichts Geringeres als nämlicher Oberschenkel fungiert einen Tag später wieder als Brennspiegel der „Beschissenheit der Verhältnisse“. Was ist ihm widerfahren? Ein Mückenmann „piekst ungefragt“ drauf. (V. K., FB, 11.03. 20:04 Uhr)

Das Einverständnis der anderen, ähnlich Deformierten ließ natürlich nicht lange auf sich warten.