Dienstag, 16. Oktober 2018

Farrows "Weinstein-Opfer"

Ronan Farrow, der für seinen Beitrag zum Weinstein-Skandal im New Yorker den Pulitzer Prize for Public Service erhielt, hatte ich in BAHAMAS Nr. 78 vorgeworfen, „seine zweifellos leidenden Interviewpartnerinnen“ – „im Vertrauen auf den Neopuritanismus“ – „empathielos ins offene Messer […] laufen [zu] lassen […]. Echtes Mitgefühl hätte ihn davon abhalten müssen, der Öffentlichkeit als Beschuldigungen sexuellen Missbrauchs zu präsentieren, was Prostitutionsbeichten sind.“


Dass es eine der von Farrow präsentierten Anklagen überhaupt in ein Gericht schaffen würde, hat mich, zugegeben, überrascht. Dass die Staatsanwaltschaft diese nun fallen lassen musste, dagegen nicht.

„Die Vorwürfe der Schauspielerin Lucia Evans werden im Prozess gegen Harvey Weinstein nicht berücksichtigt. Sie hatte ihn beschuldigt, sie zum Oralsex gezwungen zu haben. […] Nun tauchte eine schriftliche Stellungnahme von Evans auf, die darauf hindeutet, dass der Sex der beiden einvernehmlich stattfand. […] Die Klage steht damit auf einer wackligeren Basis als zuvor.“
(Zeit-Online)

Ein von mir bisher nicht gewürdigtes „Weinstein-Opfer“ ist übrigens Uma Thurman. Auch über sie soll der Produzent sexuell hergefallen sein. Das hielt sie nicht davon ab, danach noch weitere Filme mit ihm zu drehen und 2014 als Weinsteinknutscherin (Kinn) neben Heidi Klum (links) in Erscheinung zu treten.

Immerhin behauptet noch keine Feministin, dass der „Menschenhändler“ das arme Hascherl auch dazu gezwungen haben könnte…