Keine Corona-Übersterblichkeit. Nirgends

Gab es eigentlich irgendwo eine corona-assoziierte Übersterblichkeit? Sind vielleicht irgendwo im Jahr 2020 mehr Menschen gestorben als im Vorjahr und/oder im Durchschnitt der vorangegangenen 5 Jahre? Das schon, aber das ist in vielen Ländern ganz normal und entspricht (teilweise sogar exakt) dem Erwartungswert, der mitunter – beispielsweise in Deutschland – aber auch unterschritten wird. Indexmundi schreibt:

Definition von Sterberate: Dieser Eintrag gibt die durchschnittliche jährliche Anzahl von Todesfällen pro Jahr pro 1.000 Einwohner zur Jahresmitte an; auch bekannt als rohe Sterberate. Die Sterblichkeitsrate ist zwar nur ein grober Indikator für die Sterblichkeitssituation in einem Land, zeigt jedoch genau die aktuelle Sterblichkeitswirkung auf das Bevölkerungswachstum. Dieser Indikator wird erheblich von der Altersverteilung beeinflusst, und die meisten Länder werden irgendwann einen Anstieg der Gesamtsterberaten verzeichnen, obwohl die Sterblichkeit in allen Altersgruppen weiter sinkt, da die rückläufige Geburtenrate zu einer alternden Bevölkerung führt.“

Quelle der Indexmundi-Daten ist das CIA World Factbook. Da dieses für Deutschland zu denselben Trenddarstellungen kommt wie die Berechnungen von Rießinger (19.01.21), Gill (3.01.21) und Kauermann (19.02.21) sowie für die Schweiz mit den Analysen der Aletheia (24.12.20) übereinstimmt, sehe ich keinen Grund, an der Seriosität der Daten auch für die anderen Nationen zu zweifeln.

Schaut man anhand ausgewählter Bespiele, ob sich die „Jahrhundert-Pandemie“ (Spahn) im Sterbegeschehen irgendeines Landes signifikant niederschlägt – und beachtet dabei, dass Schweden vergleichsweise wenig, Belarus fast nichts gegen die Seuche unternommen haben, Länder wie Italien und Spanien viele Tote meldeten und radikale Ausgangssperren durchsetzten –, zeigt sich, dass das Jahr 2020 in Hinblick auf die je nationalen Trends der Sterberate - unabhängig von irgendwelchen Maßnahmen, „Bilder aus Bergamo“ hin oder her - nirgends auffällig war.

Sterberate (Todesfälle/1.000 Einwohner)


















 
(22.02.2021)